|
|
1997
- das ist schon aus einem einzigen Grund ein ganz
besonderes Jahr. Denn einer der schönsten Wanderwege
Deutschlands feiert Geburtstag. Vor 25 Jahren wurde
der Rotweinwanderweg ausgewiesen. Alle, die ihn kennen,
sind sich einig: Gäbe es ihn nicht bereits seit
einem Vierteljahrhundert, er müßte unbedingt
sofort erfunden werden. Auf wunderschöne Art
und Weise und mit herrlicher Streckenführung
verbindet er alle Weinorte im "Tal der roten
Traube". Beim Marsch hoch oben in den Weinbergen
erschließen sich dem Wanderer alle Lagen, immer
wieder erfreut ihn ein anderer Blick ins Tal, hinter
jeder Biegung des 35 Kilometer langen Weges ist der
Blick ein anderer. Der Rotweinwanderweg verbindet
hoch über dem Talboden alle Weinorte des Anbaugebietes
der Ahr. Bad Bodendorf (km 0) dem kleinen Kurort und
für viele das Tor zum Ahrtal. Einen Besuch wert
ist allemal das Thermal-Freibad. Von Bad Bodendorf
führt der Weg leicht ansteigend hoch in die ersten
Weinbergslagen, die in Heimersheim (km 3,4) einem
Stadtteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler, beginnen. In
Heimersheim lohnt sich ein erster Abstecher: Sehenswert
sind der Zehnthof und das alte Backhaus. Über
Heppingen (km 4,5) geht's weiter. Hoch über dem
Ort erhebt sich die Landskron, ein markanter, weithin
sichtbarer Basaltkegel. Auf der Lankdskron finden
sich Reste einer Burganlage aus dem 13. Jahrhundert.
Es folgt Bachem (km 9,4) der nächste Weinort
auf dem Weg gen Westen weiter ins Ahrtal hinein, ist
unter Weinkennern berühmt für eine Spezialität.
Denn hier fühlt sich der Frühburgunder wohl,
ein "Bruder" des weit bekannteren Spätburgunders.
Mit Ahrweiler (km 13,5) lernt man das gemütliche
Gesicht der Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler kennen.
Eindrucksvoll ist die alte Stadtmauer, die den historischen
Kern umschließt.
|
|
Durch die vier mächtigen Stadttore führen
kleine Straßen auf den wunderschönen Marktplatz.
Die alten Fachwerkhäuser der Stadt beherbergen
wie eh und je kleine Geschäfte, Cafés, Weinstuben
und Restaurants. Ein Muß für alle Besucher,
die Roemervilla am Silberberg. Nächstes Etappenziel
auf dem Rotweinwanderweg ist Walporzheim (km 16,9) Die
sonnenreichen Südlagen prägen den Wein - und
machten den Ort schon früh bekannt. Der hiesige
Weinhandel spielte besonders während des 19. Jahrhunderts
für den Absatz der Ahrweine eine führende
Rolle. Vom Rotweinwanderweg führt ein Weinbaulehrpfad
hinunter ins Tal. Im kleinen Weinort Marienthal (km
20) fällt die Staatliche Weinbaudomäne ins
Auge. Prächtig ist der Garten rund um die benachbarte
Klosterruine, in der regelmäßig Konzerte
stattfinden. Das Wahrzeichen von Dernau (km 24) ist
der Krausbergturm. Die Klettertour auf die Spitze des
Berges lohnt sich. Bei klarem Wetter ist selbst der
Kölner Dom zu erkennen. Wunderschön ist auch
der Blick über das Rotweinparadies, das dem Wanderer
hier zu Füßen liegt. Unweit von Dernau liegt
Rech (km 28) Hier wird das Ahrtal erneut enger. Der
Rotweinwanderweg führt durch extreme Steillagen.
Manche Weinbergterrasse hat gerade mal Platz für
acht Stöcke. Die Winzer beweisen tagtäglich
bergsteigerische Fähigkeiten. Die Recher sind stolz
auf ihre Ahrbrücke, die 1759 als eine der ersten
Steinbrücken über die Ahr aus Bruchstein erbaut
wurde Mayschoß (km 31) bietet dem Besucher eine
weinhistorische Attraktion: die älteste Winzergenossenschaft
der Welt. Der Winzerverein wurde 1868 gegründet
und produziert seither bekannte Weine. Mayschoß
(km 31) bietet dem Besucher eine weinhistorische Attraktion:
die älteste Winzergenossenschaft der Welt. Der
Winzerverein wurde 1868 gegründet und produziert
seither bekannte Weine.
Zitat aus ahrtal.de zum Rotweinwanderweg
151 Sehenswuerdigkeiten im Rheinland weiter zur nächsten Sehenswürdigkeit
|
|