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Rheinland

151 x Rheinland - Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und Highlights - Architektur, Kulturdenkmäler und Natur - Schlösser, Museen und 4 x Weltkulturerbe am Rhein zwischen Schloss Bensberg und Bingen mit Köln, Bonn, Siebengebirge, Eifel, Ahr und Nürburgring.


   



© Bild - Stefan Barkey



© Orth-Haus

Gesamtkunstwerk

ein rheinisches Gesamtkunstwerk - das Orth-Haus in Bonn - ein Blick ins Innerste des Privatmuseums und der exklusiven Eventlocation…

   

 

Seit bereits sechs Jahren steht im Bonner Stadtteil Tannenbusch eine blaue Insel und so mancher hat sich schon über dieses extrovertiert wirkende Gebäude gewundert. Doch was ist das "Blaue Haus" eigentlich und wer steckt dahinter? Das Team von Citygator.de sich dort einmal umgeschaut und mit dem Erbauer über das ausgefallene Projekt gesprochen. Peter J. Orth wurde im März 1941 geboren und verbrachte seine Kindheit im elterlichen Haus in Bonn Tannenbusch. Bereits mit 30 Jahren hatte er bereits Karriere als Versicherungsdirektor gemacht und merkte eines Tages, dass er im Alltagsstress keine Erfüllung fand. Mit 36 Jahren hatte er genug und stieg aus. In einer Zeit, in der Zeit das wertvollste ist, was man hat, beschloss er sich alle Zeit der Welt zu nehmen und die Segel zu streichen und den blauen Planeten mit der "Swan of Bonn" zu umsegeln - ohne Terminkalender, ohne Zeitdruck und Stress. Nach 18 Jahren zog es den Aussteiger wieder zurück nach Bonn, um sich um seine erkrankte Mutter zu kümmern, die er zwei Jahre lang bis zu ihrem Tod pflegte. Nach seiner langen Auszeit war ihm der deutsche Alltag fremd geworden. Besonders erschreckt war er von der herrschenden Bürokratie und so zog es ihn zunächst wieder zurück in die weite Welt. Doch dazu kam es nicht, denn er beschloss hier zu bleiben und stattdessen sein elterliches Haus in eine künstlerische Traumoase zu verwandeln. Er baute es zusammen mit befreundeten Künstlern nach seinen Ideen und nach seinen Bedürfnissen um und schuf ein lebendiges Gesamtkunstwerk. Das neu geborene "Orth Haus" hat sich bis heute zu einem künstlerischen und auch kulinarischen Geheimtipp entwickelt und es entwickelt sich stetig weiter.

 

 

Peter J. Orth hat sich jedem Detail des Hauses, jedes Zimmer, jede Wand, ja sogar jeden Teil des großen Gartens gestalterisch gewidmet und mit Hilfe befreundeter Künstler ein Paradies der Fantasie geschaffen. Eindeutig sticht jedoch die Thematik des Wassers, der Natur und der Freiheit in fast allen Ideen deutlich hervor. Ein Besuch im Orth-Haus verwundert auf der einen Seite, fasziniert aber auf der anderen Seite. Man scheint in eine bizarre Welt zu treten, in der man zunächst mit allen Sinnen nach einem Funken "Normalität" zu suchen scheint. Nicht zuletzt nachdem man Peters "letztes Hemd" hinter Glas an einer Wand im Garten entdeckt fühlt man sich mehr und mehr zum Nachdenken über sich selbst und die sonst für so normal gehaltene "Welt da draußen" angeregt. Auch wenn es zunächst etwas unpassend wirkt, dass diese künstlerische Oase gerade im Stadtteil Tannenbusch entstand, so scheint es doch geradezu gewollt zu sein. Welch besseren Standort für eine Insel der Ruhe und der seelischen Entspannung wäre denn geeigneter als ein sozialer Brennpunkt wie Tannenbusch. Gerade hier wo Menschen leben, die durch das System von Bürokratie und Profitgier gefallen sind, öffnet Peter J. Orth jedem Besucher das Tor zu einer Welt, die jedem Besucher zu zeigen scheint, dass die menschliche Existenz mehr zu bieten hat als stumpfsinnigen Alltagstrott.
Zitat aus der Homepage Citygator über das Gesamtkunstwerk

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